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Hab eine geniale PUNK DEFINITION im nerv-magazin gefunden, die nich sop ganz ernst gemeint is ;-)

Fakt ist: Über die verschlagenen Autonomen kursieren einfach zu viele Gerüchte, die das Asozialenmagazin nerv nun ein für alle mal ausrotten will. Never mind the Klischeevorstellung, hier ist der ultimative Lifestyle-Guide für Nachwuchs-Anarchisten!

Anfänge:

Zur Gründung der ersten Punkband kam es Mitte der siebziger Jahre in einem Londoner Plattenladen, wo der arbeitlose Brieftaschenkontrolleur Johnny Rotten (geb. Lydon) volltrunken über einen Stapel Pink-Floyd-CDs urinierend die Aufmerksamkeit eines sensationsgierigen Musikproduzenten erregte - noch in der selben Nacht wurde im Darkroom der Plattenfirma die asozialste Boyband aller Zeiten zusammengecastet.

Johnny und die drei anderen “Sex Pistols” wussten zwar kaum, wo bei ihren Instrumenten vorne und hinten ist; ihre chronische Angewohnheit, die britische Monarchie mittels unterhaltsamer Ultraviolence-Orgien zu kritisieren und währenddessen so etwas ähnliches wie Musik zu machen verschaffte den ulkig kostümierten Bühnenclowns aber schnell Kultstatus: Die herrlich bescheuerte Antimusik animierte Jugendliche auf der ganzen Welt, ihre Haare in Farbeimer zu tunken und die Abschaffung von allem zu fordern, was mit Recht und Ordnung zu tun hat – der Beginn einer bis heute erfolgreichen Jugendbewegung!

Punkbands kann im Prinzip jeder gründen, der einen Kasten Oettinger und 2-4 Vollidioten zur Hand hat

Lebensraum:

Punks kommen heutzutage vor allem in Großstädten vor, wo sie sich zumeist gruppenweise in Aldinähe oder als menschliche Straßensperre in Fußgängerzonen aufhalten. Feste Wohnsitze meiden die Autonomen in der Regel, es gilt allerdings als trendy, ungenutzen Wohnraum wie z. B. leer stehende Plattenbauten mittels Urinmarkierung feierlich in Besitz zu nehmen und als Konzerthalle oder Bierreservoir zweckzuentfremden.

In ländlichen Gebieten hingegen bewohnen Punks meist Bauwagensiedlungen, verlassene Atomkraftwerke oder Mülldeponien, wo sie durch perfekte Anpassung an die Umwelt kaum auffallen.

Philosophie:

Der ideologische Überbau der Beklopptenbewegung nennt sich “Anarchie” und wurde vor ca. 2000 Jahren von bekifften Gyrosbauern im antiken Griechenland entwickelt. These: Politikmurks und Regierungen aller Art gehören zum Sondermüll, Massenbesäufnisse und Gruppenfummeln an die Tagesordnung. In einer funktionierenden Anarchie ist absolut gar nichts verboten, dafür wird von Campino-Bonbons bis zur Syphilis alles miteinander geteilt und wer nicht mitmachen will, wird mit Oettinger-Pils abgefüllt und gezwungen, alle Strophen von “Hier kommt Alex” a capella in der Fußgängerzone darzubieten.

Freizeit:
Haben Vollzeitanarchisten ja mehr als genug von. Weit oben auf der Beliebtheitsskala steht der Umgang mit Tieren, z. B. Rattenzucht in der Kapuzenjacke oder Verprügeln von Bullenschweinen.

Während bei den friedfertigen Fußgängerzonenpunks der Alltag durch gemeinschaftliche Rituale wie Wettsaufen, Popeln und Passantenbelästigung geprägt wird, gibt es leider auch unter Linksautonomen einige schwarze Schafe: So treffen sich gewaltliebende Punks regelmäßig mit ihren politischen Widersachern aus der Nazi-Szene auf speziell dafür hergerichteten Kampfplätzen (St. Pauli-Stadion, CDU-Parteitage, Innenstadt von Hannover), um mit hieb- und stichfesten Argumenten über die aktuelle Frisurmode zu diskutieren oder darüber, ob die Onkelz in den achtziger Jahren rechts waren oder nicht.

Wichtigstes Instrument zur Freizeitgestaltung ist aber der “Pogo”, eine Art anarchistischer Volkstanz, bei dem sich mehrere Betrunkene zu wilder Remmidemmimusik gegenseitig anrempeln, bis keiner mehr steht.

Kleidung:

Das Outfit ist das wichtigste für jeden Punk, und eigentlich dreht sich das ganze Anarchie- und Pogo-Gehabe ja auch nur darum, möglichst unangenehm aufzufallen und endlich die Aufmerksamkeit zu kriegen, die man von Mami und Papi nicht bekommen hat. Individualität ist für den modebewussten Durchschnittspunk ein Fremdwort, zum Anarchisten-Einheitslook gehören selbstverständlich die mit sinnfreien Parolen und Tote-Hosen-Aufnähern verzierte Lederkutte, knallenge Porno-Jeans mit ganz vielen Gucklöchern sowie minimum ein Piercing pro Gehirnzelle.

Noch wichtiger ist allerdings die Haarmode, hier sind vom klassischen Straßenbesenschnitt bis zum filzigen Wischmop-Style der Phantasie und Idiotie keine Grenzen gesetzt. Immer beliebter in der Szene wird übrigens die nützliche Zweitverwendung der Haarpracht z. B. als Schutzreservat für bedrohte Insektenarten, Rattenfarm oder Marihuana-Anbaugebiet.

Die gemeine Stechpalme ( lat. Ilex aquifolium) kommt in semi-ariden Küstenregionen des Mittelmeerraums sowie auf der Kopfhaut orientierungsloser Teenager vor

Essen und Trinken:

Das unverzichtbare Grundnahrungsmittel für jeden Punker ist Bier, aber nur das allerbilligste, z. B. mit Capri Sonne gestrecktes Oettinger-Pils. Bei besonderen Anlässen (Neues Tote-Hosen-Album oder wenn die Ratte Geburtstag hat) darf es dann auch mal etwas zu essen sein, meistens wird dann eine der Ratten geschlachtet, Aldi überfallen oder bei biochemischen Instituten um Forschungsreste geschnorrt.

Ausblick:

Die “No Future”-Bewegung wird sich in Zunkunft gewaltig zusammenreissen müssen, wenn sie gegen moderne Lifestyle-Bewegungen wie HipHop, Emopunk oder postmaterialistischen Extrem-Existentialismus (FDP) bestehen will. Die Lebenserwartung eines Durchschnittspunks ist gering (Drogen, Oettinger-Pils, Tote Hosen-Konzerte) und die Geburtenrate im Punkmilieu traditionell niedrig, weil Anarcho-Boys im Vollsuff den Zeugungsakt selten bis zum bitteren Ende durchführen können.

Große Hoffnungen setzen Altpunker daher in Nachwuchsbands wie Pimmelpilze, Asis5 und Pogotronic sowie die wohl älteste aller Punkweisheiten: “Punkrock ist wie ein Pickel – wenn man irgendwo einen ausdrückt, kommt irgendwo anders schon der nächste zum vorschein.”

In diesem Sinne: Pogo on, und never mind the nerv Magazin, ihr Krampen!





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